Antonia-Schein-Amanda-Maiwald

Antonia Schein und Amanda Maiwald

Gründerinnen & Geschäftsführerinnen
codary GmbH

Nominiert in der Kategorie: Entrepreneurship und Winner

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Wer heutzutage als Schüler*in Programmieren lernen will, sucht an deutschen Schulen vielerorts vergeblich nach Informatik-Unterricht. Es mangelt an IT-Lehrern und der technischen Infrastruktur an Schulen: Viele junge Menschen in Deutschland und Europa wachsen daher ohne Wissen, Interesse oder Kompetenzen in der Informatik heran und werden so aus der Entwicklung der digitalen Welt ausgeschlossen.

Dieses Problem möchten Antonia und Amanda lösen: Sie sind Gründerinnen und Geschäftsführerinnen von codary, einem digitalen Bildungsanbieter für die Programmierausbildung junger Menschen. Im wöchentlichen Video-Chat bringen studentische Coaches Kindern zwischen 10 und 16 Jahren in Kleingruppen relevante Programmiersprachen wie Python spielerisch und anwendungsorientiert bei. Zusätzlich zum digitalen Präsenzunterricht begleitet eine adaptive Lernapp und eine web-basierte Lernplattform die Kinder beim Programmieren. codary bietet so einen schnellen Einstieg in die Informatik, macht Spaß und motiviert, gemeinsam Neues zu lernen. Die Lern-Plattform vermittelt mit Hilfe von Gamification Programmierwissen auf eine verständliche Weise und fördert durch das kohorten-basierte Lernen die intrinsische Motivation. Bereits wenige Monate nach der Gründung lernen bereits über 400 Kinder mit codary Programmieren.

Welche Bedeutung hat die Digitalisierung für ihre Karriere?

Antonia

In ihrer Schulzeit lernte Antonia Latein, Alt-Griechisch und die Programmiersprache Pascal – Sprachen, die heutzutage kaum noch nützlich sind. Wenn Antonia die Zeit, die sie in das Erlernen dieser Sprachen gesteckt hat, für relevante Programmiersprachen hätte nutzen können, wäre sie heute wohl ein Computer-Wunderkind. Die Frustration, in der Schule keine zukunftsrelevanten Kompetenzen zu erlernen, motivierte Antonia dazu, genau das den Kindern von heute zu ermöglichen!

Die Idee für Antonias Unternehmen entstand während der Corona Pandemie und basiert daher auf einem rein digitalen Geschäftsmodell. Kindern und Jugendlichen wird in online Live-Kursen per Videochat in einem Nachmittagsprogramm spielerisch das Programmieren beigebracht. So können die Teilnehmenden an digitaler Bildung teilhaben, unabhängig davon, ob sie im urbanen oder ländlichen Raum leben oder ihre Schule die Informatikausbildung für wichtig erachtet.

Schon während ihres betriebswirtschaftlichen Studiums nutzte sie ihre digitalen Kompetenzen, um ihre Vision einer nachhaltigen Zukunft in der Arbeitswelt umzusetzen: Ob als Online Marketing Managerin in dem Berliner E-Ridepooling Startup CleverShuttle, als strategischer Kopf für Startup-Kooperationen bei der Daimler AG oder als Executive Assistant der Berliner Führungskraft der Deutschen Bahn sah sie in der Digitalisierung die Chance, ihre Arbeit kreativer und effizienter zu gestalten. Als Gründerin und Geschäftsführerin der codary GmbH möchte sie die Chancen, die sich durch eine hochwertige digitale Ausbildung ergeben, jedem Kind in Deutschland und Europa ermöglichen.

Amanda

Schon während ihres Studiums wurde Amanda dazu inspiriert, den Fokus ihrer Ausbildung auf die digitale Welt zu setzen. Daher entschied sie sich dazu im Master Wirtschaftsinformatik zu studieren und befand sich als Frau mit dieser Entscheidung in der absoluten Minderheit. Als im März 2020 Deutschland in den Corona Lockdown ging, wurde Amanda die mangelhafte Digitalisierung des Schulsystems bewusst. Angetrieben von dem Wunsch schon im Schulalter Programmieren erlernt zu haben, wurde die Idee zu ihrem Startup codary geboren. Mit codary verfolgt Amanda zusammen mit ihren Co-GründerInnen Antonia und Nikolaj das Ziel, Kindern und Jugendlichen die Fähigkeiten zu vermitteln, die sie brauchen, um von Konsumenten zu Gestaltern der digitalen Welt zu wachsen. Ein besonderes Anliegen ist ihr dabei die Förderung von Frauen in der Informatik.

Prägend für Amandas Karriere war auch, dass sie mit ihrem Team dank der Digitalisierung komplett ortsunabhängig arbeiten konnte. Dies ermöglichte es ihr inmitten der Corona Pandemie ein Unternehmen zu gründen und inspirierte sie dazu, das Geschäftsmodell rein digital aufzubauen. Kindern und Jugendlichen wird in online Live-Kursen spielerisch das Programmieren beigebracht. So können die Teilnehmenden an digitaler Bildung teilhaben, unabhängig davon, ob sie in einem Ballungsgebiet leben oder in Gebieten mit einer geringen Anzahl von Bildungsangeboten.

Warum ist sie ein Digital Female Leader?

Antonia

Antonia schlägt oft die Wege ein, die ihr als junge Frau gesellschaftlich nicht vorgezeichnet schienen: Nach ihrem Schulabschluss entschied sie sich mit 18 Jahren, ein Jahr lang allein auf Weltreise zu gehen; in ihrem Studium an der Technischen Universität Berlin war sie oft eine der wenigen Frauen im Hörsaal, und auch als junge Gründerin eines Tech-Startups fällt sie als Digital Female Leader auf.

Antonia packt an, inspiriert und geht neue Wege. Bereits mit 26 Jahren gründete sie inmitten der Unsicherheiten während der Corona Pandemie ihr eigenes Unternehmen, mit dem Ziel die Informatik diverser zu machen. Antonia ist davon angetrieben, jedem Kind in Europa die Chance zu geben Programmieren zu lernen und gibt jeden Tag 200%, um dieses Ziel zu erreichen.

Antonia ist kreativ, analytisch und empathisch und inspiriert so ihre Team Mitglieder*innen immer ihr bestmögliches Selbst zu sein. Sie lässt sich auch von Rückschlägen nicht zurückhalten und geht ihren Weg unbeirrt fort. Mit ihrer Arbeit bei codary ermöglicht sie es Kindern, an der Gestaltung unserer digitalen Welt aktiv teilzunehmen.

Amanda

Amanda ist eine Digital Female Leader, weil sie mit ihrem Startup codary die Chancen der Digitalisierung nutzt, um Kinder dazu zu befähigen die digitale Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Amanda lebt nach dem Motto: „Let’s not talk about it – let’s do it!“.

Amanda kombiniert Unternehmerinnengeist mit Tech Skills und einem unbändigen Tatendrang.
Sie setzt sich jeden Tag dafür ein, dass die Tech Branche diverser und inklusiver wird, damit die Technik und Algorithmen, die unsere Gesellschaft zunehmend prägen, einen nachhaltig positiven Effekt haben. Dabei lässt sie sich von gesellschaftlichen Erwartungen nicht davon ablenken, ihren eigenen Weg zu gehen und behauptet sich als junge Gründerin in der von Männern dominierten Tech-Startup Szene.

Was Führung für sie bedeutet

Führung bedeutet für Antonia Schein, jedes Teammitglied dazu zu inspirieren, ihr Bestes zu geben und Erfüllung in ihrer Arbeit zu finden, indem die individuellen Fähigkeiten und Ziele konkret gefördert werden.

Führung bedeutet für Amanda, Vertrauen, Respekt und Empathie für ihr Team zu haben und jeden Tag zu zeigen.